Rolf Versen - Skipper
Mit zwölf Jahren habe ich das alte Klepperboot meines Vaters auf dem Speicher entdeckt und in einem weiteren Jutesack fanden sich Mast, Segel und Seitenschwerter. Nachdem die dünn gescheuerten Teile der Bespannung mit einem Reparatursatz, den es dankenswerterweise von Klepper noch gab, repariert waren, wurde das Boot am Bertasee in Duisburgs Süden ins Wasser gesetzt und das Segeln im Verfahren „learning by doing“ probiert. Bald folgte die Segelschule am Chiemsee in Gollenshausen und mit der H-Jolle wurde in den nächsten Jahren eifrig Regatta gesegelt. Aus Zeitgründen gab es darauf Motorboote, kulminierend im Bau der 62 Fuß Ultimaratio 1991/92, ganz in Carbon/Honeycomb mit Waterjets und Hydrofoils, fast 40 Knoten schnell, mit der ich 1992 auf der Strecke London-Monte Carlo in 89 Stunden Weltrekord fuhr. Seit 1973 nahm ich an historische Rundstreckenrennen teil, zuerst auf Austin Healey, dann auf AC Cobra mit zahlreichen Erfolgen. Auch die Fliegerei wurde eifrig betrieben und 1987 habe ich den Atlantik im Doppeldecker Baujahr 1944 überquert, eine unvergessliche und sehr aufregende Tour von 6 Tagen und dabei 32 Stunden in der Luft. All dies wurde nach Abi, Uni und Promotion durch fleißiges Arbeiten finanziert. Als Autor schrieb ich vier Bücher über Reisen, historische Rallyes und Kulinarik, die im eigenen SavoirVivre Verlag publiziert wurden.
Und jetzt wird endlich wieder gesegelt……
Vincent Brügel
- Erster Maat, Kameramann & Cutter-
Seit meinem zweiten Lebensjahr wuchs ich in der schönen Hafenstadt Hamburg auf. Da mein Vater, sowie auch mein Großvater aus der Hansestadt kommen, bin ich der Ansicht mich als „Hamburger Jung“ betiteln zu können. Wenn man neben Elbe und Alster groß wird, gehören für viele die Wasserstraßen zu den normalen Verkehrswegen und Segeln lernt man sowieso von klein auf. An mir ist dies bis jetzt irgendwie vorbei gegangen. Umso größer ist meine Freude auf die kommenden sechs Monate, in denen ich meine verpasste Segelerfahrung mit großer Sicherheit aufholen werde. Mein Geburtsort befindet sich etwas südlicher von Hamburg: Die kleine Stadt Osorno in Chile! Kurz vor unserer Rückkehr nach Deutschland bereiste ich dann als Neugeborener mit unserem VW Bulli beinahe ganz Südamerika. Ich bin mir sicher, dass meine Abenteuer- und Reiselust daher stammen muss.
Nach der Schulzeit zog es mich ziemlich schnell in die Medien. Die ersten zwei Jahre arbeitete ich als Requisiten-Assistent beim „Großstadtrevier“. Dort lernte ich meine gestalterischen Fähigkeiten weiter auszubauen und hier entstand auch die Entscheidung als Kameramann mein Geld zu verdienen. Denn es gibt doch nichts Schöneres als seine Leidenschaft zum Beruf zu machen. Bereits während meines Studiums an der Medienakademie in Hamburg machte ich mich als Kameramann selbständig und gründete mit zwei Freunden eine Produktionsfirma.
Und nun stehe ich vor einer neuen großartigen Herausforderung an Bord der "Fortuna"